E-Mail temporär einrichten (also das Erstellen einer Wegwerfadresse) bezeichnet die Praxis, ein E-Mail-Konto anzulegen, das nach einer bestimmten Zeit verworfen wird und dann nicht mehr nachverfolgt werden kann.
Diese Art von Adresse verursacht erhebliche Schäden bei E-Mail-Marketingkampagnen, weil die Wegwerfadresse nach kurzer Zeit zu einem Hard Bounce (ungültige E-Mail) wird. Das kann Sperren auslösen und Zustell-, Klick- und Konversionsraten sowie letztlich den ROI beeinträchtigen.
Über Plattformen und Apps, die diesen Dienst anbieten, lässt sich sehr leicht E-Mail temporär einrichten. Allein eine der größten Plattformen, über die Nutzer E-Mail temporär einrichten, verzeichnet rund sieben Millionen Zugriffe pro Monat.
Sehen wir uns genauer an, was ein Bounce bedeutet und warum die Möglichkeit, E-Mail temporär einrichten, Absendern im E-Mail-Marketing so stark schadet.
Inhaltsverzeichnis
Was bedeutet Bounce in einer E-Mail-Liste?
In einer E-Mail-Liste gibt es immer Nachrichten, die nicht zugestellt werden können. Die Gründe dafür können vorübergehend oder dauerhaft sein.
Vorübergehende Gründe werden als Soft Bouncesbezeichnet. Sie machen eine Adresse nur für einen gewissen Zeitraum unzustellbar. Ist ein Server beispielsweise vorübergehend nicht erreichbar und später wieder online, kann die Nachricht ihr Ziel doch noch erreichen.
Dasselbe gilt für ein volles Postfach und andere Fehler, die behoben werden können.
Dauerhafte Gründe werden als Hard Bouncesbezeichnet. Sie machen eine E-Mail-Adresse dauerhaft ungültig, ohne dass sich der Fehler beheben lässt. Ein Hard Bounce kann also nicht korrigiert werden.
Ein Hard Bounce ist eine ungültige Adresse in einer E-Mail-Liste. Das ist schwerwiegend, denn Provider können Listen bereits ab einem Bounce-Anteil von drei Prozent sperren.
Dadurch leidet die Reputation des Absenders, und die Kommunikation mit Leads wird unterbrochen.
Diese Ereigniskette gefährdet die Investition: IP-Adresse und Domain des Absenders können als Spamquelle eingestuft und in internationale Blacklists aufgenommen werden.
E-Mail temporär einrichten: ein Risiko für Ihre Anmeldeformulare
Ein wichtiges Ziel des E-Mail-Marketings ist die Leadgenerierung. Sie erfolgt häufig über Anmeldeformulare auf Landingpages.
Für eine gesunde E-Mail-Datenbank müssen Unternehmen das Opt-in einholen, also die Erlaubnis der Empfänger, Mitteilungen des Unternehmens zu erhalten.
Diese Zustimmung ist Teil des Formulars. Interessenten erhalten Zugang zu wertvollen Inhalten wie einem E-Book, PDF oder Webinar und erlauben im Gegenzug den Empfang von E-Mails. So entsteht ein Lead.
Viele Nutzer verwenden jedoch Wegwerfadressen. Deshalb enthalten Listen, die aus Formularen stammen, häufig zahlreiche Bounces.
Der einzige Weg, Verluste durch falsche Leads zu vermeiden, ist der Einsatz einer Echtzeit-Verifizierungs-API.
Wird die API in die Datenerfassung integriert, korrigiert sie E-Mail-Adressen automatisch – etwa Gamil statt Gmail – und erkennt temporäre Adressen sofort.
Versucht ein Nutzer also, E-Mail temporär einrichten, und gibt die Adresse ein, erkennt die API sie und fordert eine gültige E-Mail-Adresse an.
E-Mail temporär einrichten schadet E-Mail-Listen: Fazit
Temporäre E-Mail-Adressen bedrohen die Leadgenerierung. Unternehmen müssen daher Maßnahmen ergreifen, um ihre E-Mail-Listen zu schützen.
Für eine hohe Zustellrate und einen guten ROI müssen Bounces aus den Datenbeständen entfernt werden. Nur die regelmäßige Verifizierung der Listen schafft die nötige Sicherheit für Unternehmen, die E-Mail-Marketing als Kommunikationskanal nutzen.
FAQ
Warum führen temporäre E-Mail-Adressen zu Bounces?
Temporäre oder Wegwerf-E-Mail-Adressen haben eine sehr kurze Lebensdauer. Nach ihrem Ablauf werden sie zu Bounces, also zu ungültigen Adressen in E-Mail-Listen. Provider können Datenbestände mit einem Anteil von drei Prozent solcher Adressen sperren.
Was ist der Unterschied zwischen Soft Bounce und Hard Bounce?
Soft Bounces sind vorübergehende Zustellfehler, die behoben werden können, etwa ein Problem beim Empfängerserver oder ein volles Postfach. Hard Bounces sind dagegen dauerhafte Fehler. Die Adresse lässt sich nicht reparieren, und die Nachricht kann nicht zugestellt werden.
Warum schaden temporäre E-Mail-Adressen Anmeldeformularen?
Temporäre E-Mail-Adressen erzeugen falsche Leads, weil sie nach ihrem Ablauf zu Bounces werden. Eine aus einem Formular stammende Liste benötigt deshalb eine Echtzeit-API zur E-Mail-Verifizierung, damit Unternehmen echte Leads erfassen.
Wie lässt sich verhindern, dass geschäftliche E-Mail-Adressen temporär werden?
Das lässt sich nicht vollständig verhindern. Durch Personalfluktuation, Positionswechsel und neue Arbeitsstellen können geschäftliche Adressen veralten. Empfehlenswert ist eine regelmäßige E-Mail-Validierung, um solche schädlichen Adressen zu entfernen und die Liste gesund und frei von Bounces zu halten.
